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Wann? Auswirkung der Zeitgestaltung

Der Zeitfaktor beeinflusst in mehrfacher Hinsicht Beteiligungsqualität und -ergebnisse. So macht sich an zeitlicher Gestaltung der Informationspolitik die Fairness von Beteiligung fest. Nur wenn frühzeitig vor bzw. zum Prozessbeginn umfassende Informationen über Ziele, Umsetzungschancen und Grenzen sowie zur Verfügung stehende Mittel auf dem Tisch liegen, ist jedem Interessierten eine fundierte Meinungsbildung möglich. Frühzeitig bedeutet, dass genügend Zeit bleiben muss, die Informationen ggf. intern zu erörtern und zu verarbeiten. (1)
Die Terminplanung für Sitzungen, Workshops u. a. setzt maßgeblich Zugangsschwellen. Denn zu Tageszeiten können nur nicht (mehr) Erwerbstätige teilnehmen, Abend- und Wochenendtermine kollidieren mit familiären Interessen und Verpflichtungen.
Dichte Terminserien werden evtl. vorwiegend von „Berufsbetroffenen“ genutzt (2). Die Alltagsbelastung z. B. von Alleinerziehenden stellt eine hohe Teilnahmebarriere dar, sofern keine Kinderbetreuung geboten wird (3).

Ein grundlegendes Dilemma besteht darin, dass Interesse und Engagement meist erst bei persönlicher Betroffenheit entstehen. Zu diesem Zeitpunkt aber haben viele Entscheidungsprozesse schon ein Stadium erreicht, in dem Einflussnahme nur noch begrenzt möglich ist:

Das Partizipationsparadox

- Quelle: Reinert 2003, S. 38


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(1) vgl. Fischer 2003, S. 76f
(2) vgl. Fischer 2003, S. 78
(3) vgl. Reinert 2003, S. 37
 
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