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Projektbezogen oder institutionalisiert

Beteiligung kann in projektorientierter oder institutionalisierter Arbeitsweise verlaufen:

Projekte haben definitionsgemäß ein klar bestimmtes Ende. Projektbezogene Beteiligungsformen zeichnen sich durch konkrete und erreichbare Ziele aus. Gute Beispiele hierfür sind Mitmachaktionen wie Spielplatzumbauten oder Ausstellungen, aber auch Workshops, die auf punktuelles Engagement ausgelegt sind. Da die Wirkung ihres Engagements zeitnah zu erleben ist und die Motivation der Teilnehmer unmittelbar angesprochen wird, werden projektorientierte Formen besonders im Kinder- und Jugendbereich angewendet und empfohlen (1). Als Vorteil von Beteiligung mit temporären Charakter führt Reinert an, dass sie auch präventiv gegen „neue Kungelkreise“ und „Funktionärsdemokratie“ wirken kann (2).



Institutionelle Beteiligung ist gewöhnlich an einen organisatorischen Rahmen gebunden, zeitlich nicht unbedingt begrenzt und inhaltlich oft vielfältig. Beispiele sind Foren, Arbeitsgruppen, Runde Tische und Beiräte, die als formale Gremien regelmäßig tagen. Auch ehrenamtliche Vorstände oder Kuratorien von Kulturinstitutionen können hierzu gezählt werden. Sie sind thematisch breit und auf längere Diskussionsprozesse ausgelegt und entwickeln oft eine hohe Sachkompetenz. Aus ihnen heraus können konkrete Projekte und Planungen initiiert werden oder auch Empfehlungen an die lokale Politik resultieren. Solche Gremien können langfristige Prozesse begleiten und als Schnittstellen zwischen Bürgern, Institutionen, Verwaltung und Politik dienen. Die persönlichen Anforderungen an die regelmäßig beteiligten Akteure ist sehr hoch, was Zeitaufwand, Motivation und Durchhaltevermögen betrifft.



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(1) vgl. www.hessen.junetz.de/partizipation/leitfaden.htm
(2) vgl. Reinert 2003, S. 39
 
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