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Zum Verhältnis freiwilliges Engagement – Partizipation

Wie sich die zentralen Engagementbegriffe aus dieser Arbeit und ihre Inhalte zuordnen lassen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:

Partizipation und Ehrenamt unter einem Dach

- Quelle: vgl. Kaase 1995, S. 521; Deutschland 2002, S. 38; Otto 2003, S. 23ff.; Gensicke, Geiss 2006, S. 312ff; eigene Darstellung


Von unten aus betrachtet zeigt sie Partizipation und Ehrenamt noch in ihrem jeweiligen „klassisch“ eng verstandenem Rahmen – als staatspolitisch ausgerichtete Beteiligung oder aber „altes“ Ehrenamt – deutlich voneinander getrennt.
Neueren Fachdebatten zu Folge verschieben sich die Definitionsgrenzen: Soziale oder gesellschaftliche Partizipation wird als Akt mit teilweise politischem Kontext akzeptiert, und das „neue Ehrenamt“ bezieht auch kurzfristige und projektbezogene Engagementformen mit ein.
Partizipation und Ehrenamt werden schließlich in den Oberbegriff „Freiwilliges/ Bürgerschaftliches Engagement“ integriert. Sie beide verbindet im Kern der freiwillige Einsatz, Dinge außerhalb der privaten Sphäre anzupacken und hin zu einer besseren Lebenswelt aktiv zu gestalten.
Die „Verlustmassen“ dieser begrifflichen Koalition an den Außenrändern sind gering. Lediglich passive Parteimitglieder oder auf persönlichen Vorteil orientierte Politstrategen entfallen einerseits, auf der anderen Seite ist evtl. zu hinterfragen, wie weit der ehrenamtliche Kassenwart im örtlichen Golfverein dem Gemeinwohlinteresse dient.
Bürgerschaftliches Engagement eignet sich demnach als inhaltlicher Rahmen, um Querbezüge herzustellen und Erfahrungswerte zwischen den vormals getrennten Engagementfeldern zu übertragen.

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(1) Im Freiwilligensurvey 2004 wird freiwilliges Engagement auch als „öffentliche Partizipation im Sinne der längerfristigen Ausübung von Ämtern, Aufgaben und Arbeiten“, definiert, und zwar „sowohl für die soziale als auch für die politische Partizipation“ Gensicke, Geiss 2006, S. 314. Diverse Ausprägungen von Freiwilligenarbeit sind neben repräsentativen Elementen zu den Grundpfeilern politischer Beteiligung zu rechnen, vgl. Kornelius, Roth 2004, S. 103. Und ehrenamtliches Engagement stützt sich „… vornehmlich auf Leitmotive, die in enger Korrelation für ein Mehr an Partizipation und Transparenz beim Bürger stehen.“ Huth 2004, S. 200  
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